Moin zusammen.

So, die gestrigen Testfahrten auf dem noch moosgummijungfäulichem Raceway waren durch die Bank weg postiv, könnte man sagen…was heißt „könnte“? „MUSS“ man sagen, wäre wohl treffender.

Da die Piste mit minimalem Glue-Auftrag ein paar Tage vorher behandelt wurde, blieben Rutschreien und Rumgeeiere ab der ersten Runde aus.
Der vorhandene Grip lies sowohl moosgummibereifte, als auch PU-bereifte Autos exzellent um den Kurs bewegen.
Zwar hat sich i.S. Glue der Bahnbetreiber wehement geweigert, diese „Schmiererei“ am Raceway anzufangen, doch wenn man mit wirklich ganz wenig Auftrag das Moosgummi zu gutem Grip bewegen will, bleibt einem nichts anders übrig, als dieses Hilfsmittel zu benutzen.

  to glue, or not to glue, this is not a question!

Im nachhinein die beste Entscheidung, denn anhand der gefahrenen Zeiten sind insbesondere die SCALEAUTO-Porsches nach Ra-Do-Raceway-Reglement extrem dicht zusammen.
Egal, ob ein WERNER, ALEX, STIWI, OLI, MAXX, STOCKI oder auch STAPPI den RSR um die Bahn gezirkelt hat: in den den Topzeiten unterscheidet es die einzelenen Piloten um maximal ein bis zwei Zehntel, was man irgendwann auch an der Fähigkiet des schnellen Fingers und die erforderlichen Bahnkenntnisse festmachen muss.
Vielmehr werden die kommenen CUP-Rennen über Sieg und Niederlage entscheiden, ob der Pilot fähig sein wird, seinen Porsche ohne Unfall im Grenzbereich 4×4 Minuten über die Piste zu jagen.
Es riecht verdammt nach echtem CUP mit identischen Waffen. Man darf also gespannt sein, wie nervenstark die Starter sein werden, um sich gegen ihre Kontrahenten durchzusetzen.

Eine Änderung im Regelwerk wird es aber doch geben:
Aufgrund der Haftmittelhilfe auf der Bahn sind nun doch versiegelte Räder zugelassen!
Diese Änderung ist notwendig, da sich unversiegelte Moosgummis mit Glue behaften, auch wenn sie in der harten (mit blauer Banderole) Markierung gefahren werden müssen.

1   2
 Der erste Pilot in den

neuen Räumen.

Zwei Plätze mehr
 Frei nach PETER FOX:

Hey, alles glänzt, so schön neu.

Hey, wenn’s dir nicht gefällt, mach neu

Diese Maßnahme soll verhindern, dass die Boliden an den Vorderrädern keinen Grip aufbauen und es soll damit das plötzliche Deslotten in den Kurven minimiert werden. Einige Piloten mussten sich gestern erst einmal an die doch neue Fahrweise gewöhnen, die hohe Kurengeschwindigkeiten zulässt, aber allzu forsche Herangehensweise mit Einschlägen bestraft!
…nun, das ist der Preis für die guten Gripverhältnisse =)
…wobei der eine oder andere Tester gestern abend angeblich gehört haben soll, dass einem speziellen Mann am Abend der Grip  nicht gut genug war…? (Eisenbahn spielen wollen wir aber nicht am Ra-Do-Raceway! )

Da das „Aufgrippen“ mittels unzähliger Rundenumläufe nun entfällt, wird der 1. Lauf zum Porsche RSR CUP am 1. Oktober unter die Räder genommen.
Bringt also eure Kisten in einen regelkonformen Zustand, es soll ja immernoch Piloten geben, die kein fahrfertiges Auto haben!?
Der Ra-Do-Raceway freut sich in neuem Ambiente und mit etwas mehr Platz für die Schrauber auf rege Teilnahmen.

 

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       Rechts Chillout-Zone…                   oder Schrauberplätze mit ausreichend Licht

für alle Eventualitäten dürfte nun gesorgt sein!

So und nun zum kritischen Teil des Spassabends: Wo Licht ist, wirft es auch Schatten, auch wenn sie kurz sind.
Ich möchte aufgrund der gestrigen Diskussion nochmal zu erlaubten und unerlaubten Hilfsmitteln etwas sagen:

  • Gummi- und Mossgummreifen sind empfänglich für Chemie und reagieren unterschiedlich auf Mittelchen.
  • Wir wollen eine Rennserie mit EINFACHER Reifenvorbereitung und GLEICHEN Bedingungen!
  • Der „kleine Chemielaborant“ist unerwünscht aus Bahnbetriebs- und Wettbewerbsgründen.
  • Reifenausgabe heißt diskussionsfreie Kompetition! 🙂

Das von mir freigegebene „PARMA BRAID CONDITIONER“ zum Auffrischen der Reifen, bzw. zum Grip auffahren ist ab sofort VERBOTEN!
warum? weil wir durch den Auftrag von Glue ausreichend Grip haben UND weil wir die Bahn im Mischbetrieb fahren möchten! das „BRAID CONDITIONER“ ist ölhaltig und verschmiert bei „viel hilft viel“ die Bahn unnötig, was ein Fahren mit PU zu einer schmierigen Angelegenheit werden lässt.
Demnach sind auch alle weiteren Hilfsmittel auf Ölbasis (NIVEA, BALISTOL, WD40 u.s.w.) ein absolutes TABU am Ra-Do-Raceway und ganz nebenbei auch völlig ungeeignet, da wir nun auf einer geglueten Piste fahren! Einen Vorteil verschafft man sich damit nicht mehr, lediglich sammelt der Reifen mehr Dreck auf.

Zum Reinigen der Reifen darf ausschließlich Waschbenzin, Feuerzeugbenzin oder Bremsenreiniger benutzt werden. Bestenfalls sind noch die Reinigungsmittel von SCALEAUTO in der gelb-braunen oder roten Flasche, die ihr bei UWE AK-Spiele kaufen könnt.

Die Dosierung darf auch nur so erfolgen, dass ihr keine Spuren beim losfahren hinterlasst! Ein Küchenkrepp sollte überschüssige Flüssigleit aufnehmen, BEVOR ihr das Auto auf die Bahn setzt!
Dieses gilt insbesondere für die Trainings-Sessions, dieses werde ich stichprobenhaft kontrollieren. Finde ich einen „Kollegen“ mit „nassen und/oder öligen“ Reifen, werde ich ihn für das anstehende Rennen mit 10 Strafrunden und der Auflage eines Räderwechsels rügen.

Bei der PORSCHE RSR-Cupserie werden die Räder ausgegeben und nach dem Rennen wieder eingesammelt, sodaß ihr hier keine Möglichkeit haben werdet, die Reifen unerlaubt zu behandeln (Parc Fermé Regel)
UWE hat vorgeschlagen, dass für die Pflege dieser Reifen eine Flasche Reifenreiniger von SCALEAUTO (NUR die gelb-braune Pulle!) von mir zur Verfügung gestellt wird. Damit könnt ihr eure Reifen nach der Ausgabe und VOR der technischen Abnahme reinigen und zwar NUR damit und nix anderes! Natürlich dürft ihr euch auch eine eigene Flasche bei UWE besorgen, es darf aber nur die geleb sein, wie auf diesem Bild:

 

Für die anstehende GT-Rennserie auf Moosgummi wird es ebenfalls eine Sonderregelung für die Rennräder geben. STIWI hat aber messerscharf erkannt, dass man hier aufgrund der hohen Fahrzeugvielfalt keine „Universal-Räder“ ausgeben kann.
Es wurde vorgeschlagen, dass das Vorbereiten unter obigen Bedingungen jedem Piloten selbst überlassen ist, jedoch die Reifen nach der 1. technischen Abnahme am Ra-Do-Raceway verbleiben und beim Folgerennen wieder ausgegeben werden.
Ob das notwendig ist, wird die Erfahrung zeigen, hier ist noch keine Entscheidung getroffen worden. Fakt ist aber, das die GT-ENDURANCE zukünftig auf Moosgummi rollt.

So, einen angenehmen Restaugust mit ein paar warmen Tagen Euch allen. Es geht ja mit Meilenstiefeln auf den Herbst zu, allerdings wird her heiß werden – so, oder so! =)

Wir sehen uns im September
MAXX

   
 Der Abend hinterließ wie erwartet Spuren.
nicht nur auf dem Zeitentableau, sondern auch
in Form von Abrieb.
 Die knappen 7 Jahre der Jungfräulichkeit einer
„unbefleckten PU-Erkenntnis“ wichen dem
martialischem Moosgummigrip…und das ist nur der Anfang!