Das Testrennen zeigte erste Erkenntnisse zu einem möglichen Rennmodus und erstmalig komisches Verhalten der Zeitnahme. MARCOWITSCH schickt sich an, den üblichen Verdächtigen nun den Rang abzulaufen.

20191111 225947 300x146 - BMW M1 ProCar - erste BenchmarkGuten Tag zusammen.
Ist denn schon Karneval, oder was? Der 11.11.2019 stand ganz im Fokus neuer Erkenntnisse – vor allem, was die Funktionalität der Zeitnahme und der auftretenden Fehler anbelangt. Gut, dass wir vor dem ersten Wertungslauf dieses Testrennen ausgetragen haben, denn so konnte man einerseits das eigene Fahrzeug am Kontrahenten messen und andererseits über ein geändertes Startprozedere philosophieren.

Zugegeben gab es nach dem Rennen fast mehr Fragezeichen als davor, dieses lag allerdings daran, dass die Zeitnahme das Feld durch Fehler bei der Ausführung mächtig durcheinander gewürfelt hatte.

Warum?

MAXX wollte nach ALEX Vorschlag den Abend durch zwei Durchläufe etwas abwechslungsreicher gestalten, was ihm auch gelang. Allerdings weniger durch die zwei Durchgänge, sondern mehr deshalb, weil die Zeitnahme irrsinnige Dinge nach dem ersten Durchlauf zeigte. Das Programm rundete Zeiten, addierte mehr oder weniger die Kommastellen auf und verweigerte die Stromzuführung beim Start der 2. Gruppe im zweiten Durchgang, obwohl die Zeit sichtbar für Jeden runter tickte. Nanu? was war denn da los?
Offensichtlich war der Zusammenhang irgendwo in den Einstellungen zu suchen, denn der zweite Durchgang wurde „ohne Ampelstart“ gezeigt, jedoch war dieses dann nicht der Fall!
Die gefahrenen Ergebnisse sind daher nur verzerrt lesbar, jedoch konnte man an diesem Abend schon einen Vorgeschmack dazu erhalten, wie dicht das Feld stellenweise zusammen liegt und wie schwer es werden würde, am Ra-Do-Raceway den Kontrahenten zu überholen, denn es gibt ja die alllseits beliebte Engstelle. 😀

Was man aber auch ohne „echtes“ Ergebnis sehen konnte:

MARCOWITSCHs hübscher Gösser-BMW M1 ging wie die Hölle. Das Qualifiying zeigte auf Spur 3 eine 5.314 Sekunden für den schnellsten Umlauf. Im Rennen wurde diese Zeit von ihm sogar noch mit einer 5.307 unterboten. So schnell war an diesem Abend keiner mehr – super.

WERNER und ALEX hatten im Training noch nach der Findung der richtigen Übersetzung getestet. So richtig wollten die stahlneuen Motoren nicht aus dem Knick kommen. Insbesondere WERNERS traumhafter „Tour de France“ ließ sich zäh fahren, es fehlten zur Spitze locker 2-3 Zehntel, um ganz vorne dabei sein zu können.
Ähnlich erging es BERNIE. Er setzte einen neu gebauten M1 ein, obwohl er einen pfeilschnellen „Pooh“ aus der Rennserie bei SFF noch im Stall hatte. Zudem war sein Bolide im Vergleich zu dem „en Gros“ des Feldes sehr lang übersetzt. In Verbindung mit einem noch zähen, neuen Motor war das möglicherweise nicht die 1. Wahl, doch durch verschiedene Unzulänglichkeiten bei der Zeitnahme und durch BERNIES Talent, ein Auto schnell mit möglichst wenig Fehlern um den Kurs zu schicken, sollte er das Ergebnis auf den Kopf stellen.

STIWI war schon beim Bastelabend nicht besonders begeistert zu den Dingen, die ihm widerfahren sind: die Karosserie löste sich schon bei den Tests von der Verklebung und auch im Rennen konnte Niki Laudas Bolide mit der Dahlheimer „Werkslackierung“ des amerikanischen Zigarettenherstellers nicht richtig überzeugen. Viele Abflüge gepaart mit mittelmäßigen Rundenzeiten sind kein Garant für gute Platzierungen. STIWI setzte allerdings einen eingefahrenen Motor aus unserer allerersten Cupserie mit den Minis ein – lang ist’s her!

REINZ „Pooh“ musste auch erst einmal eingefahren werden. Auch hier war noch Potenzial im Motor zu suchen. So richtig aus dem Knick kam auch sein Bolide nicht, vermutlich fehlten ihm auch hier einige Runden auf dem Buckel, um das Triebwerk zu seiner vollen Leistung bewegen zu können.

Und dann gab es da noch einen kleinen, fleißigen Mann, der ganz unauffällig in seinem Eckchen saß und seinen Gunston optimierte. STOCKI drückte  in der Quali eine unglaublich schnelle 5.387 in die Bahn und platzierte sich nur um 4/1000 hinter MAXXens BMW Junior-Team lackierten M1.
Auch im Rennen hatte Letzerer alle Mühe, STOCKI hinter sich zu halten, denn STOCKI fuhr zeitweise ganz vorne, jedoch kostete ein Abflug die Zeit, die er brauchte, um weiter ganz vorne zu bleiben. Die Gruppen lagen Zeitweise recht eng beieinander, was alledings dem fahrerischen (Un)Vermögen geschuldet sein dürfte. Auf dem Zeitentableau waren große Unterschiede im Rundenumlauf auszumachen…jedenfalls NOCH!

Doch zurück zur 2. Gruppe:
das Ende vom Lied und das Ergebnis des versauten Starts der 2. Gruppe im 2. Durchgang war, dass sich BERNIE aus der ersten Gruppe als Sieger des Testrennens wiederfand –  und das mit einem, zu Beginn nicht sonderlich performantem Auto. Die Rundenzeiten zeigten jedoch insbesondere im 2. Durchgang immer besser werdende Rundenzeiten. Gepaart mit einem nahezu? fehlerfreiem Durchgang der beiden Läufe brachte ihn dieses ganz nach vorne, wo er ja im Grunde auch seinen angestammten Platz hat…mal sehen, wie lange noch, denn wir alle dürfen gespannt sein, was MARCOWITSCH in den nächsten Monaten zu leisten vermag. Die selbst gelegte Latte liegt hoch, das Arbeitsgerät ist bestens vorbereitet, nun kann er sich nur noch selber im Weg stehen…(oder der Kontrahent :o) )

Ergebnisse wie immer an gewohnter Stelle.

MAXX